Zu Besuch im Synchronstudio

Nach einer extrem sympathischen und überaus informativen Emailkorrespondenz mit dem Synchronschauspieler, Dialogregisseur und Dialogbuchautor Oliver Feld, dessen Stimme man u. a. als Dr. John Carter (Emergency Room) oder Pinguin Kowalski (Die Pinguine aus Madagascar) bzw. dessen Synchronfassungen man u. a. in den US-Serien Private Practice oder Glee hören kann, wurde ich seinerseits ins Atelier der Arena Film GmbH & Co. Synchron KG in Berlin eingeladen, um dabei als Gast hinterm Regiestuhl zu „hospitieren“, wie Dialogregisseur und Dialogbuchautor vor- und an die Synchronisation ausländischer Produktionen herangehen.

Beim Betreten des Studios begrüßte mich Frank Schaff, dessen Stimme man u. a. als Ethan Hawke und Joseph Fiennes hören kann, bevor ich im Atelier auf Oliver Feld traf, der gerade die deutsche Sprachfassung der französischen Krimiserie Profiling Paris (Staffel 6, Folge 5: Schicksalsopfer – Sacrifées, wird am 20. Oktober 2016 von Sat.1 ausgestrahlt) bearbeitete und mit der Synchronschauspielerin Eva-Maria Werth, deren Stimme man vor allem als Computerstimme in Star Trek kennt, die aufzunehmenden Takes der Schauspielerin Françoise Remont besprach. Nachdem ihre Takes allesamt im Kasten waren, fand ich mich unversehens während der Mittagspause an einem Tisch mit den Stimmen von Gwyneth Paltrow, Cameron Diaz, Kat Dennings, Ellen Page, Hayden Panettiere, Leighton Meester, Noah Wyle, Jerry Seinfeld, Tobey Maguire und Jake Gyllenhaal wieder. Unbezahlbar.

Nach der Mittagspause ging es mit den ProfilingParis-Aufnahmen weiter, als die mehr als sympathische Giuliana Jakobeit, deren Stimme man vor allem als die deutsche Stimme von Amy Adams oder Keira Knightley kennt, ihre Stimme auf großartige Art und Weise der Hauptdarstellerin Odile Vuillemin in einer mehr als unterhaltsamen Aufnahmesession mit gut 130 Takes lieh. Währenddessen nahm sich Oliver Feld immer wieder die Zeit, mir die Abläufe einer Synchronisation im Studio aus Sicht des Dialogregisseurs bzw. -autors anhand praktischer Beispiele der aktuellen Aufnahmen näherzubringen.

Mein Fazit aus diesem fantastischen Besuch bei der Arena Synchron: Mein Wunsch, als Synchronschauspieler in der Branche Fuß zu fassen, wurde weiter beflügelt und mit den vielen Tipps vor, während und im Anschluss an diesen großartigen Tag kenne ich nun auch den für mich passenden Weg dorthin. Einem weiteren Tag im Synchronatelier und eigenen Sprachaufnahmen stehe ich somit in jedem Fall aufgeschlossen gegenüber…

Schönerweise erhielt ich kurze Zeit nach diesem Besuch seitens des Verbands deutscher Sprecher e. V. die Bestätigung, dass ich die Kriterien für eine Mitgliedschaft im VDS erfülle. Weitere Mitgliedschaften im Synchronverband e. V. – Die Gilde sowie dem InteressenVerband Synchronschauspieler e. V. befinden sich meinerseits in Planung.

Keine Ehe ohne Pause

Mitte Juni 2015 hatte ich bei der Gemeinschaftsproduktion der CineCentrum und Degeto Film GmbH namens „Keine Ehe ohne Pause“ mit Inka Friedrich und Heino Ferch in den Hauptrollen meinen ersten Drehtag als Komparse bei einem Fernsehfilm, und dann auch noch obendrein unter der Regie von Patrick Winczewski, den ich insbesondere als Synchronschauspieler (Stammsprecher von u. a. Hugh Grant und Tom Cruise) bewundere und der sich in den Drehpausen auch Zeit für persönliche Gespräche nahm.

An meinem Drehtag wurde an der Hochschule Wismar gedreht, deren Hörsaalgebäude der Fakultät Gestaltung und angrenzender Campus im fertigen Film kurioserweise als Gelände der Universität Rostock Teil der Handlung sind.

Im Film bin ich in drei Szenen zu sehen:

Das erste Mal, wenn Inka Friedrich in ihrer Rolle als Susanne Mangold ab Zeitindex 10:28 min an der Uni über den Königsteiner Schlüssel doziert. Hier sitze ich von der Dozentin aus gesehen im Hörsaal links, bevor man mich meine Sachen packen sieht (von Heino Ferch aus gesehen rechts im Bild).

Das zweite Mal sieht man mich ab Zeitindex 12:23 min, wenn die beiden Hauptdarsteller nach Verlassen des Hörsaals eine angrenzende Treppe hinuntergehen und ich zunächst am rechten Bildschirmrand im Jackett und mit Rucksack über der Schulter auftauche, um an den beiden linkerhand vorbei die Treppe hinaufzuhasten.

Das dritte Mal sieht man mich ab Zeitindex 12:45 min, wie ich am rechten Bildschirmrand diesmal im T-Shirt und mit Rucksack auf dem Rücken an Inka Friedrich und Heino Ferch vorbei und ins Hörsaalgebäude hinein laufe. Über das erneute Laufen gab es am Drehort das eine oder andere Schmunzeln, nicht zuletzt, weil wir die letzte Einstellung vor dem Hörsaalgebäude – und somit auch meinen mit der Regie sorgfältig choreografierten Lauf – aufgrund von dank der wankelmütigen Sonne am Drehtag wiederholt auftretenden Anschlussproblemen dutzende Male wiederholen mussten. Wir waren uns schlussendlich einig, dass dies ein tolles Training für mich war.

Beinahe wäre es darüber hinaus zu einer vierten Szene gekommen, da man vor Ort nach einem Händedouble für Heino Ferch gesucht hat, das in jedem Fall das 10-Finger-Tastschreiben beherrschen muss. Offenbar war ich am betreffenden Drehtag der einzige, der hierfür infrage kam. Leider kamen Regie und Heino Ferch selbst zu der Ansicht, dass meine Hände zu jung aussehen, um als Heino Ferchs Hände durchgehen zu können. Zwangsläufig dachte ich in diesem Augenblick an James Cameron, dessen zu diesem Zeitpunkt 43 Jahre alten Hände in „Titanic“ so taten, als gehörten sie zum damals 22-jährigen Leonardo DiCaprio.

Leider wurde ein zweiter Drehtag kurzfristig aus terminlichen Gründen abgesagt. Anderenfalls hätte ich noch eine Szene gehabt, in der ich laut Drehbuch am Strand Gitarre hätte spielen können. Immerhin haben sich Inka Friedrich und Heino Ferch während einer Drehpause spontan zu einem Erinnerungsfoto bereiterklärt. Über ein solches zusammen mit Patrick Winczewksi hätte ich mich auch riesig gefreut. Da ich meine Bitte allerdings auf den vermeintlich zweiten Drehtag verlegen wollte, muss ich auf die nächste Gelegenheit warten, die sich mir hoffentlich noch bieten wird. Toi toi toi.

Keine Ehe ohne Pause“ läuft heute Abend ab 20:15 Uhr im Ersten.

Keine Ehe ohne Pause - Heino Ferch, Inka Friedrich, Patrick Winczewski

Das Foto (v.l. Heino Ferch, Inka Friedrich, Patrick Winczewski) habe ich während des Pressetermins in der mittäglichen Drehpause vor dem Eingang des im Film zu sehenden Hörsaalgebäudes aufgenommen.

Teilnahme an der UFA-Castingtour

Am heutigen Samstag nahm ich bei strahlendem Sonnenschein an einem von der UFA, Deutschlands größtem Film- und Fernsehproduktionsunternehmen, in Schwerin organisierten offenen Casting teil und sprach allgemein für die Bereiche Schauspiel, Synchronsprechen, Gesang und Musik vor. Mein Hauptanliegen war der Wechsel vom Kleindarsteller zum Neben- oder gar Hauptdarsteller in Film und Fernsehen; aber bei der Gelegenheit wollte ich auch meinen Stimme präsentieren und je ein Musicallied und eine Rockballade singen.

Nachdem der Anmeldebogen ausgefüllt war, meine Teilnehmernummer auf der Brust klebte und meine Sedcard-Fotoaufnahmen im Kasten waren, hieß es warten, den weiteren Teilnehmern bei deren Vorsprechen bzw. Vorsingen zuzuschauen und auf bekannte Gesichter zu treffen bzw. Schauspielkollegen wiederzusehen, die ebenfalls zum Vorsprechen, Vorsingen oder Vorspielen gekommen waren.

Als schließlich meine Teilnehmernummer aufgerufen und es für mich ernst wurde, hieß es zunächst Vorsprechen für den Bereich Schauspiel. Als in meinen Augen vollkommen ungeeignet für den Bereich Improvisation im Stile der derzeit im deutschen Privatfernsehen noch viel zu häufig ausgestrahlten Scripted-Reality-Formate, war ich dem Vorschlag gegenüber skeptisch, eine solche Improvisation für mein für die UFA aufgenommenes Vorsprechvideo darzubieten. Der Castingleiter überredete mich allerdings, weil er wohl das Gefühl hatte, das dies für den von mir gewünschten Wechsel erfolgversprechender sei. Also schilderte er mir eine aus dem Leben gegriffene Situation, auf die ich möglichst ausdrucksstark (in meinem konkreten Fall: ungehalten, aufgebracht, entsetzt und tief verletzt) reagieren sollte, und ich versuchte mein Bestmögliches. Schließlich war der Castingleiter meiner Darstellung offenbar derart zugetan, dass er mich dem Produktionsteam einer neuen deutschen Fernsehserie für eine Hauptrolle vorschlagen wird.

Als Nächstes beabsichtigte ich noch das Vorsingen für diverse von der UFA produzierte Musikformate, scheiterte beim Singen einer Rockballade jedoch nach einer Woche Erkältung an meiner belegten Stimme. Es ist halt Februar und weitere Castingteilnehmer waren stimmlich ebenfalls aufgrund der Jahreszeit angeschlagen. Schade eigentlich, aber in Absprache mit dem Castingleiter werde ich zu einem Folgevorsingen noch einmal ohne belegte Stimme antreten und es besser machen. Von daher ist dieser Punkt nur aufgeschoben, aber nicht aufgehoben.

Nun harre ich der Dinge, die da kommen, und hoffe auf einen positiven Anruf hinsichtlich der Besetzung der angesprochenen Fernsehserie. Es wäre meine erste Sprechrolle überhaupt und dann gleich eine Hauptrolle; ich könnte mich nicht glücklicher schätzen und drücke mir mal einfach selbst die Daumen. Auf alle weiteren Sprechrollen in UFA-Produktionen, die mir dieses Vorsprechen ermöglichen wird, freue ich mich selbstverständlich ebenfalls. Also toi toi toi.

Sobald es diesbezüglich Neuigkeiten gibt, erfahrt ihr sie natürlich hier auf dieser Seite.

(Foto: © Facebookseite der UFA-Talentbase)

© UFA-Talentbase

Neuer SOKO-Wismar-Fernsehauftritt

Heute ist es soweit. Mein zweiter Auftritt in der langjährigen deutschen Krimiserie „SOKO Wismar“ wird ausgestrahlt.

Innerhalb dieser Episode gibt es eine Szene, in der Claudia Schmutzler in ihrer Rolle als KHK Katrin Börensen die Zeugin Ilka Kehlmann, gespielt von Cosima Ciupek, in einem Strandcafé befragt. In dieser Szene bin ich kurz zu sehen, wie ich als Kellner die Bestellung von Frau Kehlmann aufnehme und ihr diese kurz darauf bringe.

Diese Szene spielt zwar am Nachmittag, wurde aber im Laufe eines warmen, aber windigen Vormittages Ende September 2015 in der Nähe von Wismar gedreht und musste wiederholt durch scheinbar über unserem Drehteam kreisende Flugzeuge, in der unmittelbaren Nähe grasende Kühe und viel zu viele angriffslustige Wespen unterbrochen werden. Bin auf den finalen Schnitt gespannt.

Die Ausstrahlung erfolgt heute Abend ab 18:05 Uhr im ZDF.

Start meiner Webseite

Nachdem es Punxsutawney Phil heute nicht vergönnt war, seinen eigenen Schatten zu sehen, und es somit zumindest für den Raum Philadelphia, PA (USA) einen frühen Frühling geben wird, gehe ich heute mit meiner Webseite an den Start, auf der ich Informationen zu meiner Person und meinem Bestreben mich als Schauspieler und Sprecher zu etablieren präsentiere. Viel Freude beim Stöbern.

Bald ist es soweit

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In naher Zukunft werde ich hier Neuigkeiten in Bezug auf meine Arbeit veröffentlichen.